Erster Hackathon in einer Psychiatrie

Die mentale Gesundheit positiv mit Technologie zu beeinflussen und smarte System für den Krankenhausalltag zu entwickeln, war das erklärte Ziel von 20 Teilnehmern beim ersten „Fux di nei Hackathon“ des Bezirkskrankenhaus Mittelfranken.

Unter einem Hackathon (Mischwort aus „Hacking“ und „Marathon“) versteht man eine Veranstaltung, bei der sich die Teilnehmer in mehreren interdisziplinären Teams verschiedenen Herausforderungen stellen und diese in kürzester Zeit – typischerweise an einem Wochenende oder innerhalb von 24 Stunden – in Form eines Prototypen und Konzept lösen sollen.

Nun wurde das Konzept erfolgreich in den Werkstätten des Bezirksklinikums Mittelfranken in Ansbach unter Leitung der Abteilung / Projektmanager Benjamin Fischer und Matthias Uhl erfolgreich angewendet. Das interdisziplinäre Teilnehmerfeld bestehend aus Verwaltungsmitarbeiter*innen, Pflegepersonal, IT-Fachkräften und Ärzt*innen startete Freitagabend um 17 Uhr in diese neue Form der Herausforderung.

Nach einem kurzen Grußwort des Vorstandes Herr XY ging es sofort in die Vorstellung der verschiedenen Herausforderungen
– Einsatz von Virtual Reality Technologie
– Gamification-Ansätze in der Therapie
– Entwicklung von Leitsystemen für Patienten in der Gerontopsychiatrie.
– Erweiterung bereits bestgehender Technologien wie der hausinternen BM-APP zur Unterstützung der internen Mitarbeiter

Unterstützt wurden die anschließend Teams, welche sich zufällig gefunden haben, durch Hackathon und Digital Health Experten des Digital Health Hubs Erlangen-Nürnberg, vertreten durch den Health Hackers e.V. und das Medical Valley EMN. Bis spät in die Nacht und den ganzen Samstag feilten die Teams an ihren Konzepten und stellten sie abschließend der Gruppe vor. Die anwesenden Experten gingen intensiv auf die jeweiligen Lösungen ein und gaben entsprechendes Feedback.

Innerhalb von 24 Stunden war es so möglich 4 ausgereifte Konzepte zu entwickeln und als potentielle Projekte für die Verbesserung der Versorgung von Patienten im therapeutischen Umfeld auf die Agenda zu bringen.
Als ein Beispiel für eine solche Lösung ist der Einsatz von VR Therapien bei phobischen Störungen und Angstzuständen zu nennen. Patienten sollen in die Lage versetzt werden zusammen mit ihrem Therapeuten einen sicheren Ort zu schaffen, aber auch bedrohende Szenarien, die schrittweise unter Begleitung durchlaufen werden können. Für notwendige Konfrontationstherapien mit persönlicher Betreuung ergeben sich leider immer seltener die Möglichkeiten. Mögliche Gründe sind hierbei angespannte personale Herausforderungen und Engpässe. Technologie stellt hier einen Schlüssel für innovative Therapieansätze dar.

Bei einem waren sich die Teilnehmer allerdings einig, dass die Methode Hackathon ein voller Erfolg war und es bald eine Fortsetzung geben soll. Innovation von Innen, sowie signifikanter Beitrag zur Motivation der Mitarbeiter sind nur einige der Ergebnisse dieses Formates. Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung Benjamin Fischer (fischer.benjamin@bezirkskliniken-mfr.de) und Dr. Daniel Höfler (daniel@healthhackers.de)