Verein2018-10-26T13:48:17+00:00

Der Verein – “Health Hackers e.V.”

Die Health Hackers Erlangen selbst gibt es seit August 2016, allerdings ist die Idee einer Community schon älter:

Angefangen hat alles mit einem Austausch zum Thema “Quantified Self” rund um das Thema Wearables und entwickelte sich zum Treffpunkt einiger Technologie-Enthusiasten. Mit den Leuten änderte sich langsam auch der Schwerpunkt. Auch der Name wechselte hin zu Health 2.0 womit man sich nicht mehr nur auf Wearables beschränkt.

Jedoch waren es genau diese Wearables, die den nächsten Entwicklungs-Impuls gesetzt haben. Während eines Treffen klagte ein Oberarzt wie unpraktisch und vor allem teuer Aktivitäts-Tracker selbst mit einfachsten Funktionen in seiner Rheuma-Forschung sind. Ein anwesender Techniker und Tüftler des Fraunhofer Institut sagte dann nur: ”Ach was? Das bastele ich euch für ein paar Euro.” Aus dieser Herausforderung entstand ein Hackathon im April 2016 wo um die 30 Programmierer, Elektroniker und auch Ärzte zusammen an Lösungen getüftelt haben.

Fasziniert von dieser Atmosphäre und im festen Glauben an die Potentiale von Erlangen haben sich daraufhin Gunther Tutein und Markus Hanauer von Spirit Link, Axel Hueber als Oberarzt und Privatdozent der Medizin 3 am Universitätsklinikum und Christian Schulz im Juli 2016  zusammengesetzt um Wege zu finden die Community weiter voran zu treiben. Dabei war allen beteiligten schnell klar, dass es genau die am Hackathon spürbare “Hacker” Mentalität Philosophie die Community so besonders macht. Dadurch kam es auch zum Namenswechseln hin zu Health Hackers.

Die Gemeinschaft an begeisterten Hackern wuchs in den folgenden Monaten stark an und erlangte viel Zuspruch, so dass man den nächsten Schritt am 8. Dezember 2016 mit der Gründung des “Health Hackers e.V.” ging.

Eine kleine Anekdote aus der Vereinsgründung, die uns heute noch schmunzeln lässt, ist, dass unser Name beim Eintrag in das Vereinsregister wohl jemanden sauer aufgestoßen ist und vorsichtshalber die IHK Mittelfranken ein Gutachten über den Namen “Health Hacker” anfertigen musste. Dank unser Stellungnahme und eines freundlichen Austausch mit der IHK Rechtsabteilung hat der Name jedoch am Ende doch seinen Segen erhalten und der Verein ist nun im Vereinsregister gelistet.

Die Health Hackers haben mittlerweile über 40 Veranstaltungen zu vielen Technologien im Gesundheitswesen wie z.B. künstliche Intelligenz, 3D Druck, Virtuelle Realität oder Blockchain  organisiert, darunter auch zwei Hacksprints (Video) und einen dreitägigen Hackathon (Video). Auch gelang es uns zusammen mit unserem Privatdozenten Axel Hueber eine Wahlpflichtvorlesung für Mediziner mit dem Titel “Neue Technologien und Verfahren in der zukünftigen Krankenversorgung” anzubieten.

All das wäre nicht möglich gewesen ohne die treuen Mitglieder der Health Hacker, die sich stets mit Leidenschaft und Freude einbringen, sowie die tatkräftige Unterstützung und die Abstellung eines Mitarbeiter für die Community durch Spirit Link.

Nun steht mit dem Vereinsheim in der Thalermühle das nächste Kapitel in den Startlöchern und wir freuen uns die Geschichte hier stets weiterzuschreiben!

Satzung

„Health Hackers“ ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel der Förderung von einem kreativen, spielerischen und experimentellen Umgang mit Technologie und Wissenschaft im Gesundheitswesen. Durch das Teilen von Wissen und Erfahrungen sollen seine Mitglieder befähigt werden die kleinen und großen Herausforderungen im Gesundheitswesen durch Technologie zu lösen. Ein zusätzliches Ziel stellt dabei die Förderung einer Gründungskultur von Unternehmen im Gesundheitswesen in der Region dar.

§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr

Der Verein “Health Hackers” mit Sitz in Erlangen verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenverordnung. Der Verein wird nach der Eintragung in das Vereinsregister den Zusatz “e.V.” führen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck, Ziele und Grundsätze

Zweck des Vereins ist die Förderung von Forschung und Wissenschaft, von Bildung und von dem öffentlichen Gesundheitswesen.

Er agiert dabei selbstlos und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Der Vereinszweck soll dabei erreicht werden durch den regelmäßigen und gemeinschaftlichen Austausch von Medizinern, Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Informatikern zu technologischen Themen. Durch das neue Wissen und den Austausch untereinander sollen die Mitglieder befähigt und ermutigt werden die Herausforderungen im Gesundheitswesen zu lösen. Dies erfolgt vor allem durch wissenschaftlich und technologisch orientierte Vorträge, Diskussionen, Workshops und vereinzelten Gemeinschafts-Projekten. Auch das Betreiben von eigenen Räumlichkeiten als Treffpunkt für den regelmäßigen Austausch und als gemeinschaftliche Werkstatt in der Forschung oder technologische Projekte vorangetrieben werden können ist vorgesehen. Insgesamt soll so einer breiten Öffentlichkeit in Erlangen und Umgebung der Zugang zu Wissen, neuen Technologien und die händischen Fertigkeiten in verschiedenen Disziplinen näher gebracht werden. Durch die Präsentation und Verwendung von aktuellen medizinischen Forschungsergebnissen wird zudem das öffentliche Gesundheitswesen gefördert.

Projekte, die als solche von den “Health Hackers” als Aktivität betrieben und verfolgt werden, müssen dabei einen technologischen Anspruch erfüllen, im Gesundheitswesen Nutzen stiften und der Allgemeinheit offen und frei zugänglich sein z.B. indem sie Open-Source Charakter aufweisen. Die Fortführung solcher Projekte durch Mitglieder beispielsweise in neugegründeten Unternehmen außerhalb des Vereins ist wünschenswert um den Nutzen über den Markt an den Kunden bzw. Patienten zu bringen, jedoch schließt der Verein als juristische Person Beteiligungen an solchen Unternehmungen aus. Alle Aktivitäten wie z.B. Vorträge, Diskussionen oder Workshops zum Thema Unternehmensgründung verfolgt der Verein ausdrücklich selbstlos und aus reinen Bildungszwecken. Dabei sollen vor allem Menschen mit medizinischen, wissenschaftlichen und technologischen Hintergrund dazu befähigt und ermutigt werden in Form von Unternehmen ihren gestifteten Nutzen am Markt der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Eine kostenpflichtige Gründungsberatung ist ausgeschlossen, vielmehr sollen Mitglieder durch den Austausch mit erfahrenen Gründern über die Herausforderungen als Unternehmer profitieren.

Bei der Verfolgung seiner Ziele verpflichten sich alle Mitglieder stets nach bestem Gewissen nach folgenden Grundsätzen zu handeln:

  1. Zugang zu Technologien und allem, was einem zeigen kann, wie diese Welt funktioniert, sollte unbegrenzt und vollständig sein.
  2. Informationen sollten frei sein.
  3. Freiheit ist gut.
  4. Misstraue Autoritäten und Monopolen – Fördere Dezentralisierung.
  5. Beurteile einen Menschen nach dem, was er tut, und nicht nach üblichen Kriterien wie Aussehen, Alter, Herkunft, Spezies, Geschlecht oder gesellschaftliche Stellung.
  6. Persönliche Einstellung oder eine gesellschaftliche Position ist kein Ersatz für Kompetenz.
  7. Nutze Technologie um Positives zu schaffen wie Nutzen, Kunst oder Schönheit.
  8. Technologien können und sollten dein Leben und das von anderen Menschen zum Besseren verändern.
  9. Verwende Technologien stets verantwortungs- und respektvoll in Bezug auf andere Menschen.
  10. Die Welt und vor allem das Gesundheitswesen sind reich an Problemen, die darauf warten gelöst zu werden.
  11. Kein Problem sollte jemals zweimal gelöst werden.
  12. Lerne von den Besten aus anderen Disziplinen.
  13. Langeweile und stumpfsinnige Arbeit sind böse.

§ 3 Mitgliedschaft

Natürliche oder juristische Personen können Mitglieder werden. Über die Aufnahme entscheidet nach schriftlichem Antrag der Vorstand. Es wird zwischen aktiven Mitgliedern und Fördermitgliedern unterschieden. Alle Mitglieder sind aufgerufen, sich an der Vereinsarbeit aktiv zu beteiligen und dabei die Grundsätze zu achten. Aktive Mitglieder verpflichten sich, die von der Mitgliederversammlung festgesetzten Mitgliedsbeiträge termingerecht zu entrichten. Fördermitglieder müssen keine Mitgliedsbeiträge entrichten.

Die Nutzung der Werkstatt setzt eine aktive Mitgliedschaft voraus. Die Teilnahme an Veranstaltungen setzt eine aktive Mitgliedschaft nicht zwingend voraus – ausgenommen sind vereinsinterne Veranstaltungen. Bei Veranstaltungen mit begrenzten Teilnehmerzahl sind aktive Mitglieder bevorzugt bei der Platzvergabe zu behandeln. Die Nutzungsbedingungen der Werkstatt und weitere Teilnahmebedingungen einzelner Veranstaltungen legt der Vorstand fest.

Fördermitglieder werden zu den Mitgliederversammlungen eingeladen, haben dort jedoch kein Stimmrecht. Aktive Mitglieder können Fördermitglieder werden und umgekehrt. Über die Änderung des Mitgliedsstatus entscheidet nach schriftlichem Antrag der Vorstand.

§ 3.1 Beendigung der Mitgliedschaft

Der Austritt aus dem Verein ist jederzeit zum Monatsende möglich. Er muss schriftlich gegenüber dem Vorstand erklärt werden. Der Vorstand bestätigt den Austritt, mit der Bestätigung ist der Austritt gültig. Mit dem Austritt aus dem Verein erlöschen sämtliche Rechte des Mitglieds innerhalb des Vereins. Das ausgeschiedene Mitglied hat keinerlei Ansprüche auf das Vereinsvermögen. Mit dem Tod eines Mitglieds endet dessen Mitgliedschaft.

§ 3.2 Ausschluss eines Mitgliedes

Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn sein Verhalten oder seine Mitgliedschaft in grober Weise mit den Interessen des Vereins in Konflikt stehen oder dem Ansehen des Vereins schaden. Ein Mitglied wird auch dann ausgeschlossen, wenn es trotz zweifacher schriftlicher Mahnung den Mitgliedsbeitrag nicht entrichtet hat.

Bevor ein Ausschluss dem Mitglied gegenüber ausgesprochen wird, wird dem Mitglied die Möglichkeit einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber dem Vorstand gegeben. Ist das Mitglied über die beim Verein hinterlegten Kontaktdaten nicht erreichbar bzw. erfolgt keine Rückmeldung seitens des Mitgliedes innerhalb von sechs Wochen, verfällt der Anspruch auf eine Stellungnahme.

Über Ausschluss eines Mitglieds entscheidet nach schriftlichem Antrag eines Mitgliedes die Mitgliederversammlung oder die von der Mitgliederversammlung gewählte Vertreterversammlung. Die Mitgliedschaft im Verein endet mit dem Beschluss einer der jeweiligen Versammlung.

§ 4 Mitgliedsbeitrag und Finanzen

Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglied keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie haben bei ihrem Ausscheiden keinerlei Ansprüche an das Vereinsvermögen. Keine Person darf durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Die finanziellen Mittel des Vereins werden durch Mitgliedsbeiträge, Fördermittel, Spenden und Teilnahmegebühren (z.B. bei Workshops können Gebühren verlangt werden) aufgebracht. Die Höhe der Mitgliedsbeiträge für aktive Mitglieder wird durch die Mitgliederversammlung festgesetzt. Soweit nicht anderweitig vereinbart, ist der Beitrag jährlich zu entrichten. Fördermitglieder definieren in ihrem Mitgliedsantrag Art und Umfang ihrer Förderung. Scheidet ein Mitglied aus (durch Austritt oder Ausschluss), werden im Voraus gezahlte Mitgliedsbeiträge anteilig bis zum Datum des Ausscheidens zurückerstattet. Das Ausscheiden entbindet das ausscheidende Mitglied nicht von bis dato entstandenen Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Verein.

§ 5 Organe des Vereins

Der Verein besteht aus folgenden Organen

  • Vorstand
  • Mitgliederversammlung
  • Vertreterversammlung

Zusätzlich zu Mitgliederversammlung kann eine Vertreterversammlung bestimmt werden. Diese ist befähigt stellvertretend für die Mitgliederversammlung Entscheidungen zu treffen. Der Zweck der Vertreterversammlung dient zur Entlastung der Mitgliederversammlung und einer schnelleren Entscheidungsfindung. Dies beinhaltet vor allem folgende Angelegenheiten z.B. Ausschluss von Mitgliedern.

Weitere Stellvertretungsrechte können von der Mitgliederversammlung beschlossen werden. Ausgenommen sind Rechte, die explizit und ausschließlich von der Mitgliederversammlung oder dem Vorstand entschieden werden dürfen. Die Zusammensetzung und Gestaltung ist auf der ordentlichen Mitgliederversammlung zu bestimmen und zu beschließen. Eine bestehende Vertreterversammlung muss auf der jährlichen ordentlichen Mitgliederversammlung bestätigt werden.

§ 6 Vorstand

Der Vorstand  im Sinne des § 26 BGB besteht aus dem 1 und 2. Vorsitzenden und dem 3. Vorstand. Jeder ist einzeln zur Vertretung des Vereins berechtigt. Der Gesamtvorstand (erweiterte Vorstand) setzt sich zusammen aus dem 1 und 2 Vorsitzenden, dem 3 Vorstand und nach Beschluss der Mitgliederversammlung evtl. weiteren Gesamtvorstandsmitgliedern (z.B. Schatzmeister, Kassenprüfer, Schriftführer, studentischer Beisitzer, dritter Vorstand oder Pressesprecher) ergänzt.

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von einem Jahr gewählt. Nach Ablauf der Amtszeit bleibt er noch solange im Amt, bis das Amt regulär neu gewählt wurde. Wiederwahl ist zulässig. Scheidet ein Vorstandsmitglied aus oder legt das Amt nieder, kann der Vorstand für die restliche Amtsdauer einen Nachfolger ernennen, der zeitnah durch eine Mitgliederversammlung bestätigt oder abgelehnt werden muss. Im Falle einer Ablehnung erfolgt eine Neuwahl für das Amt.

Die Mitgliederversammlung kann eine monatliche, pauschale Tätigkeitsvergütung für Vorstandsmitglieder beschließen. Für diesen Fall sind folgende Grundsätze zwingend zu gewährleisten:

  • Leistungen des Vorstandes sind nachzuweisen und der Mitgliederversammlung vorzulegen
  • Zahlungen an den Vorstand muss eine Rechtsgrundlage zugrunde liegen. Die Rechtsgrundlage für die Tätigkeit eines solchen “hauptamtlichen Vorstands” ist das Dienstvertragsrecht (§§ 611 ff. BGB), dessen Regelungen sind einzelvertraglich auszugestalten und jeweils von der Mitgliederversammlung zu genehmigen
  • Die Tätigkeitsvergütung muss dem Aufwand entsprechend sein

Ein mit Vorstandsmitgliedern möglicher geschlossener Dienstvertrag endet – im Rahmen der vertraglichen bzw. gesetzlichen Kündigungsfristen – mit dem Ende der Amtszeit des Vorstandsmitglieds, ohne dass es einer Kündigung bedarf.

Für alle Angelegenheiten des Vereins, die nicht durch die Satzung ausdrücklich der Mitgliederversammlung übertragen sind, ist der Vorstand zuständig. Die Ausübung eines Vorstandsamtes endet regelmäßig durch:

  • Ablauf der Amtszeit
  • Niederlegung des Amtes
  • Abberufung durch die Mitgliederversammlung
  • Ausscheiden des Amtsinhabers aus dem Verein
  • Tod des Amtsinhabers

Die Aufgaben des Vorstandes sind:

  • die Einberufung und Vorbereitung der Mitgliederversammlungen einschließlich der Aufstellung der Tagesordnung
  • die Ausführung von Beschlüssen der Mitgliederversammlung,
  • die Verwaltung des Vereinsvermögens und die Anfertigung des Jahresberichts,
  • die Aufnahme neuer Mitglieder,
  • Organisation der monatlichen Treffen von Mitgliedern und Interessierten aus der Gesundheits- und Technik-Community,
  • Repräsentanz des Vereins nach Außen
  • Aufbau und Pflege des Vereinsnetzwerkes
  • Aufbau und Pflege eines Sponsoren- und Förderernetzwerkes
  • Erstellung eines Jahresplanes mit ansprechendem Programm für Vereinsmitglieder

§ 7 Mitgliederversammlung

Das oberste Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung. Sie wird in der Regel vom Vorstandsvorsitzenden geleitet. Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben:

  • Wahl und Abberufung des Vorstandes
  • Gestaltung, Wahl und Abberufung der Vertreterversammlung
  • Annahme des Jahresberichts
  • Festsetzung der Mitgliedsbeiträge
  • Satzungsänderungen
  • Entscheidung über die Auflösung des Vereins
  • Entscheidung über den Ausschluss eines Mitglieds
  • Entscheidung über die Vereinsarbeit im kommenden Geschäftsjahr
  • Genehmigung des Etats
  • Sonstige vom Vorstand vorgelegten Angelegenheiten

Die ordentliche Mitgliederversammlung findet einmal jährlich statt. Außerdem muss eine Mitgliederversammlung einberufen werden, wenn es nach Ermessen des Vorstandes das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn mindestens 1/10 der Mitglieder es verlangen.

Jede Mitgliederversammlung ist vom Vorstand schriftlich unter Einhaltung einer Einladungsfrist von vier Wochen vor dem angesetzten Termin und unter Angabe der Tagesordnung einzuberufen. Die Einladungsfrist kann entfallen, wenn alle Mitglieder mit einer kurzfristiger angesetzten Versammlung einverstanden sind. Die Einladung erfolgt regelmäßig per Email, auf speziellen Wunsch der jeweiligen Mitglieder postalisch.

Über Änderungen der Tagesordnung entscheidet die Mitgliederversammlung.

Versammlungsleiter ist regelmäßig ein Vorstandsmitglied, in der Reihenfolge der Ämter, ansonsten wird ein Versammlungsleiter von der Mitgliederversammlung gewählt. Der Versammlungsleiter stellt die Tagesordnung vor und stellt sicher, dass alle Tagesordnungspunkte angemessen zur Sprache kommen. Briefwahl und Vertagung sind zulässig. Der Vorstand entscheidet nach Antrag über Vertagungen.

§ 8 Wahlberechtigung und Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

Wahlberechtigt ist jedes Mitglied, das entweder im ersten Jahr des Vereinsbestehen beigetreten ist oder mindestens zum Zeitpunkt einer Wahl sechs Monate aktives Mitglied ist.

Jedes aktive Mitglied das wahlberechtigt ist hat eine Stimme. Juristische Person und sonstige Vereinigungen mit Wahlberechtigung werden durch eine Person mit einer Stimme vertreten.

Die Mitgliederversammlung ist nur beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen wurde. Zudem ist die Mitgliederversammlung nur dann beschlussfähig, wenn mehr als 1/3 der wahlberechtigten Mitglieder anwesend ist. Bei Beschlussunfähigkeit lädt der Vorstand umgehend zu einer zweiten Mitgliederversammlung mit gleicher Tagesordnung ein. Diese ist unabhängig von der Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig. Auf diesen Umstand ist mit der Einladung hinzuweisen.

Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Enthaltungen werden nicht berücksichtigt, sie gelten als nicht abgegebene Stimme. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Zur Änderung der Satzung und des Vereinszwecks ist eine Mehrheit von 3/4 der abgegebenen Stimmen erforderlich. Bei jeder Versammlung wird von der Mitgliederversammlung ein Schriftführer bestimmt, der Sitzung und Beschlüsse zu protokollieren hat. Das Protokoll ist vom Versammlungsleiter und dem Schriftführer zu unterschreiben und nach der Sitzung zeitnah allen Mitglieder zugänglich zu machen.

§ 9 Auflösung, Verwendung des Vereinsvermögens

Die Auflösung des Vereins kann vom Vorstand oder mindestens 3/4 der Vereinsmitglieder beantragt werden. Die Auflösung des Vereins kann nur auf einer zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung beschlossen werden. Der Auflösungsbeschluss bedarf einer Mehrheit von 3/4 der abgegebenen Stimmen.

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an das

Universitätsklinikum Erlangen

Diese hat es unmittelbar und ausschließlich zur gemeinnützigen Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung zu verwenden.

§ 10 Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen dieser Satzung rechtsunwirksam sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit aller anderen Bestimmungen hiervon unberührt. Eine rechtsunwirksame Bestimmung ist durch die Mitgliederversammlung durch eine rechtswirksame Bestimmung zu ersetzen. Diese soll in ihrer Wirkung dem Sinn der ursprünglichen Bestimmung so weit wie möglich entsprechen.

§ 11 Übergangsvorschrift

Beanstandet das Registergericht Teile der Gründungssatzung, ist jedes Vorstandsmitglied befugt, diese Teile zur Behebung der Beanstandung entsprechend zu ändern. Bei Beanstandungen betreffend des Anerkennungsverfahrens der Gemeinnützigkeit im Sinne der §§ 51 ff. der Abgabenordnung durch die Finanzbehörden ist der Vereinsvorstand befugt, Änderungen bei der Formulierung der betroffenen Absätze vorzunehmen.

§ 12 Inkrafttreten der Gründungssatzung

Die Satzung tritt mit dem Tag der Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.

Die vorliegende Satzung wurde am 8. Dezember 2016 beschlossen.

Die Satzung wurde am 14. März 2017 durch eine außerordentliche Vorstandssitzung in Berufung auf § 11 Übergangsvorschrift im Rahmen der Eintragung in das Vereinsregister verändert. Die notwendige Änderung bezieht sich auf die Zusammensetzung des Vorstandes und resultiert aus einer Beanstandung des zuständigen Amtsgerichts.

Für die Richtigkeit und Vollständigkeit gemäß § 71 Abs. 1 BGB

Name, Unterschrift